Tour d'Europe

Nach einer sehr spannenden Woche in Istanbul sind wir jetzt also auf dem Weg zurueck nach Zuerich. Mathias, der Vielflieger, darf ja am Flughafen jeweils in die Lounge, und er darf auch immer noch eine Person mitnehmen. Das ist toll, so komme ich auf langen Auslandsfluegen jeweils auch in den Genuss der nicht ganz so muehsamen Flughafen-Experience. Diesmal aber nimmt er natuerlich jemanden anderes mit. Auf dem Hinflug von Zuerich nach Istanbul ging er also mit Corina Fruehstuecksgipfeli essen, und jetzt, vor dem Rueckflug, geht sich sein Vater die Lounge anschauen. Wir Draussengebliebenen erhalten dann irgendwann dieses Foto:

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Offenbar haben die zwei Freude an der Bar!

LI, DE, AT

Zurueck in der Schweiz, geht es erst einmal zurueck ins Liechtenstein. Aber nicht lange, denn am naechsten Tag haben wir einen Termin in Deutschland. Und zwar, um einen Geocache zu suchen. Aber einen ganz speziellen. Fuer alle Cacher-Interessierten: Vaters letzter Wille, weltklasse und absolut empfehlenswert. Leider kann ich nicht viel darueber schreiben, da dies sonst anderen Raetslern helfen wuerde. Kaempft euch durch, es lohnt sich!

Wenn man das Raetsel geloest hat, kriegt man die Endkoordinaten und einen Termin. Und Mathias' Eltern haben den Termin nun so gelegt, dass wir mitkommen koennen. Cool! Auch vor Ort muss man nicht einfach nur den Cache suchen, sondern noch weitere Raetsel loesen. Es ist wirklich genial gemacht. Die erfundene Geschichte geht um einen Saegerei-Mitarbeiter, der Blueten gedruckt hat und diese nun seinem Sohn vererben will. Man schluepft in die Rolle dieses Sohnes und versucht, das Testament zu entraetseln. Wenn einem dies gelingt, findet man am Schluss den Schatz - das ist natuerlich fuer Geocacher das Logbuch! - sowie das "Geld" welches Mathias hier freudenstrahlend praesentiert. Ein sehr gelungener Cache!

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Da der Tag noch jung ist, tingeln wir noch etwas weiter durch Deutschland auf der Suche nach weiteren (einfacheren) Caches. Natuerlich werden wir fuendig, und natuerlich geniessen wir auch eine feine Glace auf dem Dorfplatz von Memmingen. Denn das Beste an deutschen Kleinstaedten ist wie immer die Altstadt. Hier zum Beispiel mit dem Renaissancerathaus aus dem 16. Jahrhundert. Sowas gibt es in den USA halt nicht wirklich.

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Auf unserer Jagd kommen wir auch an der Schererstrasse vorbei:

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Schoene Gruesse an meine Eltern an dieser Stelle!

Da der Tag immer noch jung ist, machen wir auf dem Heimweg noch einen weiteren Stop, diesmal in Dornbirn, Oesterreich. Auch hier geniessen wir das herrliche Wetter und die tolle Altstadt. Sehr gemuetlich und schoen anzusehen, zum Beispiel hier das Johann-Luger-Haus.

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Dann gehts wieder zurueck ins Liechtenstein.

Schweiz

Nach diesen paar Urlaubstagen muss Mathias an eine Konferenz in Milano. Ich fahre derweil zu meinen Eltern, und mache mit ihnen einen Ausflug auf den Niesen. Eigentlich faehrt da eine Bahn hoch, aber wir beschliessen, auf der Mittelstation auszusteigen und hoch zu wandern. An so einem schoenen Tag ist das eine tolle Idee!

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Die Aussicht ist schon von unterwegs herrlich. Sooo viele Berge! Strahlend blauer Himmel!

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Und eine ungetruebte Sicht auf den Thunersee!

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Aber genug Aussicht begutachtet. Schliesslich wollen wir da hoch!

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Nach einer Weile ist es Zeit fuer eine Mittagspause. Wir wandern und wandern, bis wir endlich zu einem Baenkli kommen. Es ist jedoch etwas versteckt, man muss ueber ein paar Steine klettern und unter tief haengenden Tannaesten durchkriechen. Ich gehe schon mal voraus und finde den Platz super. Meine Eltern wollen nachkommen, und machen einen Witz dass hier wahrscheinlich Schlangen wohnen. Ich stampfe zum Spass auf, um die Schlangen zu vertreiben. Und man glaubt es nicht, aber zwischen mir und meinen Eltern macht sich daraufhin tatsaechlich eine Schlange aus dem Staub! Und zwar eine recht grosse! Ich habe in der Schweiz erst sehr selten Schlangen gesehen, was fuer ein lustiger Zufall! Leider ging es so schnell, dass es nicht fuer ein Foto gereicht hat. Aber es ist ein lustiges Erlebnis!

Nach dem Mittagessen gehts weiter. Noch schnell ein Foto, und dann los!

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Und bald schon haben wir es geschafft. Juhuuu! Gipfeldessert! Und Gipfelfoto!!

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Natuerlich muss ich auch noch auf den letzten Fels rauf. Wenn Mathias schon nicht dabei ist, muss ich das halt uebernehmen!

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Zum Schluss noch ein Panorama-Foto. Leider etwas klein, damit es auf die Seite passt...

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Ein paar Tage spaeter bin ich erneut auf dem Weg ins Berner Oberland. Nicht nur, weil es da so schoen ist, sondern auch, um Nadine zu besuchen, die dort wohnt. Nadines Wegbeschreibung ist super: Bei der Ampel rechts abbiegen. Bei DER Ampel. Lustigerweise funktioniert das tatsaechlich; Ampeln sind im Kandertal duenn gesaet. Nadine fuehrt mich etwas in der wirklich schoenen Gegend herum. Interessant finde ich ja immer die Farbe des Wassers in den Bergen!

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Weiter oben hat das Wasser immer noch die gleiche interessante Farbe, es rauscht aber viel wilder ueber die Felsen.

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Und die Berner Oberlaender zeigen, dass sie einen seltsamen Humor haben... Was man nicht so alles findet irgendwo im Wald.

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Am naechsten Tag treffe ich mich mal wieder mit Daniela und Tamara in Aarau. Hier das obligate Selfie - mal wieder voellig unscharf, ich bin einfach nicht gut darin.

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Aber schliesslich mache ich das ja auch nicht, um mich im Facebook beruehmt zu fuehlen, sondern als Erinnerung - und da reichen auch unscharfe Bilder.

DE, LU, BE, FR, CH

Waehrend ich in der Schweiz am rumgurken war, fuhr Mathias von Milano nach Wadern in Deutschland an die naechste Konferenz. Das harte Akademikerleben halt... Im Sommer sind ja einige Konferenzen, und das ist bei weitem noch nicht die letzte. Jedenfalls gibt es in Wadern das Schloss Dagstuhl, in welchem ein Forschungszentrum fuer Informatik eingerichtet wurde.

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Hups, da habe ich mich im Bild vertan, das sind die Uebrigbleibsel von der Burg Dagstuhl. Mathias hat die Ruinen auf einer Joggingtour inspiziert. Das hier ist das Schloss Dagstuhl:

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Es befindet sich irgendwo im deutschen Nirgendwo, so dass die Informatiker in Ruhe unter sich sind und nicht abgelenkt werden.

Nach der Konferenz fahre ich mit dem Zug nach Deutschland und treffe Mathias und den Miet-Mini in Trier. Wir sind ziemlich ueberrascht von der Stadt, wir hatten nicht allzu viel erwartet, aber es gibt doch einiges zu sehen. Trier hat eine grosse Altstadt mit vielen roemischen Bauten. Sie nennen sich dann auch die "aelteste Stadt Deutschlands", obwohl das nicht ganz abschliessend geklaert ist. Aber es scheint zumindest fuer den Tourismus ganz gut zu funktionieren, uns hat es jedenfalls recht ueberrascht, wie viele Touristen sich in der Stadt tummeln!

Auch wir mischen uns also unters Volk und schauen uns die alten roemischen Bauten an. Eine der wichtigsten und auffallendsten ist die Porta Nigra, das Schwarze Tor. Das besterhaltenste roemische Stadttor Deutschlands.

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Ebenfalls imposante Gebaeude sind der Dom und die angebaute Liebfrauenkirche. Gemeinsam sind sie so riesig, dass sie nicht einmal in ein einzelnes Foto passen.

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Wenn man ganz genau hinschaut, erkennt man dafuer irgendwo noch eine versteckte Lumi!

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Nicht nur roemische Bauten gibt es, sondern auch viele mittelalterliche. Wie immer gefaellt mir die Altstadt sehr gut, ich finde es einfach wunderbar, zu Fuss ueber die Plaetze und durch die engen Gaesschen zu schlendern. Das ist so viel interessanter als die amerikanischen gitterfoermig angelegten Staedte!

Wir uebernachten im Hotel, und stehen am naechsten Morgen zeitig auf. Denn wir haben fuer heute grosse Plaene! Zuerst suchen wir noch einen Geocache in Trier. Dann fahren wir nach Luxembourg und holen dort ein paar Caches.

Dann geht es weiter nach Belgien. Wir waren zwar sowohl in Belgien als auch in Luxembourg schon einmal, aber damals war Geocaching noch nicht so ein grosses Ding, daher wollen wir diese Laender jetzt noch einmal abhaken. In Belgien gehen wir Verpflegung in einem Supermarkt einkaufen und kommunizieren mit den Locals mit unserem eingerosteten Schulfranzoesisch. Grammatikalisch nicht ganz korrekt, aber man kommt durch!

Dann machen wir uns auf zu dem Wanderweg, den wir uns vorher ausgesucht hatten. Mit Verpflegung im Gepaeck und Koordinaten im Handy machen wir uns also auf grosse Tour. Zum Glueck ist ein Teil des Weges im Wald, denn es ist Mittagszeit und heisser Juli!

Nach einer netten Wanderung machen wir uns am fruehen Nachmittag bereits wieder aus dem Staub. Denn wir wollen heute auch noch ein paar Caches in Frankreich und in der Schweiz finden! Wir fahren Richtung Strasbourg, doch wir geraten unterwegs in einen ziemlich heftigen Stau. Die Radiodurchsagen koennen wir so weit entziffern, dass wir erfahren, dass es offenbar kurz vor Strasbourg einen Unfall gegeben hat und die ganze Autobahn sich zurueck staut. Nun gut, Planaenderung: Fahren wir direkt weiter in den Sueden nach Colmar!

Wir haben sowohl Strasbourg als auch Colmar schon einmal gesehen, insofern verpassen wir nichts, obwohl beide Staedte sehr schoen und sehenswert sind, und man sich durchaus auch auf mehreren Besuchen beschaeftigen kann. Aber heute haben wir nicht allzu viel Zeit. Bis wir in Colmar sind, ist es schon fast Abend. Wir schlendern durch die Altstadt, suchen einen obligaten Geocache, und essen leckeren Flammkuchen. Mathias posiert noch kurz mit dem Martinsmuenster, und dann faehrt uns der Mini zurueck in die Schweiz.

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In der Schweiz suchen wir noch einen letzten Geocache und fallen anschliessend hundemuede ins Bett. Fuenf Laender in einem Tag, davon zwei neue (zumindest Cache-technisch)! Das schlaucht, aber es war ein toller Tag!

Schweiz zum zweiten

Nun haben wir noch ein paar entspannte Tage in der Schweiz vor uns, bevor wir wieder in die Staaten duesen werden. Am Samstag haben wir uns mit ein paar Leuten in Zuerich verabredet. Da das Wetter herrlich ist, grillen wir auf der Chinawiese. Dieses Bild verkoerpert so vieles, was wir hier in Amerika vermissen: Unbeschwertheit, Unkompliziertheit, Freunde, Bier im Park trinken duerfen, Leute kommen mit OeV und Fahrraedern...

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Andi hat ein paar seiner Spielzeuge mitgebracht. Aber wer hat das Ben in die Hand gegeben? Kommt das wohl gut?

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Hab ichs doch gesagt.

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Jedenfalls macht Andi abends noch eine tolle Vorfuehrung mit seinen LED-Poi.

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Danke allen Anwesenden fuer den gemuetlichen Abend!

Da mein Bruder vor einer Weile ausgezogen ist, wollen wir uns natuerlich auch seine neue WG anschauen. Er wohnt jetzt mitten in der Altstadt von Aarau, in dem Haus in welchem frueher jeweils ein Typ Wache halten musste, obs irgendwo brennt. Sprich, auf dem Dach oben ist ein Ausguck, von welchem man die ganze Altstadt ueberblicken kann.

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Brennen tut es grad nirgends, aber Goesgen raucht ziemlich heftig...

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Ja ja, ich weiss, ist nur Wasserdampf.

Und dann verbringen wir noch etwas Zeit mit meinen Eltern. Da es ein wirklich heisser Sommer ist, beschliesst Mathias, sich im Planschbecken abzukuehlen.

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Meiner Mutter haben wir zum Geburtstag ein Smartphone mitgebracht. Sie hat sich bisher immer davor gedrueckt, damit umgehen zu lernen, aber jetzt wird geuebt!

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Machen wir doch als erstes mal ein Foto von Mathias. Na, geht doch! Etwas verwackelt noch, aber das kommt schon!

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Und immer brav weiter ueben...

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Zum Abschluss machen wir noch einen Ausflug auf den Hallwilersee. Eine gemuetliche Bootsfahrt mit anschliessend leckerem Essen am Ufer.

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So laesst es sich doch leben!

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Nachdem wir eine anstaendige Menge an Familie, Freunden, Sonne, Entspannung und Erholung getankt haben, ist es nun Zeit, nach Amerika zurueck zu fliegen, denn dort warten bereits die naechsten Ausfluege und Konferenzen auf uns.

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