California, Oregon, Washington

Nach ein bisschen Alltag und ein bisschen Reisen ist das Fruehlingssemester schon wieder um. Das bedeutet fuer Mathias normalerweise, dass die Konferenz in Oakland angesagt ist. Und fuer mich bedeutet das normalerweise, dass ein Nostalgiebesuch in California angesagt ist!

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Dieses Jahr ist jedoch alles ein bisschen anders, denn dieses Jahr haben Mathias' Eltern grosse Plaene. Und zwar gibt es entlang der Westkueste der USA ein paar ganz alte Geocaches aus den Anfangsjahren 2000/2001. Geocaching wurde naemlich in Oregon erfunden, daher waren die ersten Caches natuerlich hier in der Naehe versteckt. Und da es nur noch wenige davon gibt, muss man die noch schnell finden, bevor sie archiviert werden! Also nutzen Mathias' Eltern die Gelegenheit, dass wir eh schon in California sind, und kommen auch hier hin, um sich mit uns auf grosse Cacherreise zu begeben!

Cachen in California

Wir landen also einmal mehr in San Francisco, gehen einmal mehr meine Schwiegereltern suchen, holen einmal mehr ein Mietauto ab, und machen uns dann an an einem bewoelkten Nachmittag auf Reise! Nach einer kurzen Wanderung auf einen Huegel an der Kueste koennen wir bereits den ersten alten Geocache abhaken.

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Danach geht die Reise weiter Richtung Sueden bis nach San Jose, wo wir unser Lager fuer die naechsten paar Tage aufschlagen.

Am naechsten Morgen besucht Mathias seine Konferenz. Seine Eltern und ich hingegen machen uns erneut auf grosse Tour. Bis noerdlicher von San Francisco muessen wir, um ein paar der alten Caches einzusammeln! Wenigstens ist das Wetter hier besser, es ist schoen angenehm warm und sonnig. Nur San Fran versteckt sich wie immer im Nebelmeer.

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Zu den Ursprungszeiten des Geocachens gab es natuerlich nur ein paar vereinzelte Boxen. Und die waren irgendwo in der Pampa versteckt, auf irgendwelchen Huegeln. So kommt es, dass wir heute statt wie sonst auf einen Huegel wandern und dabei 20 Caches suchen, eher auf fuenf Huegel wandern und gerade mal fuenf Caches suchen. Mal was anderes! Und ueberall ist die Aussicht etwas anders, unterdessen sieht man die Stadt schon aus dem Nebel ragen!

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Auf dem Heimweg machen wir noch kurz in Berkeley Halt. Nein, nicht aus Nostalgiegruenden, sondern weil auch hier zwei der "wichtigen", alten Geocaches versteckt sind. Also geht es einmal mehr auf einen Huegel hinauf, und einmal mehr geniessen wir die Aussicht auf die neblige Stadt. Wenigstens sind die Huegel hier nicht allzu hoch!

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Anschliessend fahren wir wieder in den Sueden nach San Jose, wenn auch nur fuer die Nacht. Am naechsten Morgen geht es naemlich schon wieder Richtung Norden, diesmal in die City hinein. Wir haben ein volles Programm!

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Und fuer Sightseeing haben wir erst recht keine Zeit. Zum Glueck waren wir hier ja alle schon mal und haben das Touri-Pflichtprogramm bereits absolviert. So reicht heute ein Foto der Golden Gate Bridge aus der Ferne, waehrend wir weiterhin Cache um Cache abgrasen.

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Gegen Abend steht noch ein letzter Cache auf einem Huegel in einem Park auf der Liste. Da wir schon ziemlich muede sind, fahren wir eine Service Strasse hoch, von der wir nicht ganz sicher sind, wie legal es ist. Aber was muss, das muss! Oben angekommen, muessen wir trotzdem noch ein paar Hundert Meter einen Trampelpfad entlang gehen. Der Nebel kriecht langsam den Huegel hoch, holt uns ein, und ueberholt uns. Und langsam wird beginnt es, einzudunkeln...

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Cache holen, zurueck zum Auto, und ab nach Hause!!

Am naechsten Tag ist Mathias nun auch wieder mit von der Partie. Wir packen unsere sieben Sachen ins Auto, und jetzt geht der Road Trip erst richtig los!

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Wir fahren Richtung Norden und sammeln unterwegs ein paar Caches ein. Der Schwerpunkt liegt noch immer auf den alten Caches, die uns jeweils recht ab von der Strasse jagen. Gut gibt es Handys, die einem problemlos auf die richtige Route schicken!

Zmittagspause machen wir in einem der Parks, in welchem ein alter Cache versteckt ist. An einem idyllischen Teich essen wir unsere Sandwiches, waehrend nebenan zwei Amis mit einem Kind versuchen, ihren Zmittag aus dem Teich zu angeln. Mindestens in der Zeit in welcher wir nebendran sitzen, sind sie nicht erfolgreich... Dafuer sehen wir eine Wasserschlange (vorne in der Mitte des Bildes) vorbeischwimmen. Auch spannend!

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Ein weiterer alter Cache fuehrt uns in einen weiteren Park, diesmal ist es ein Park mit ATV Rennstrecken. Nach einer kurzen Diskussion darueber, wie weit wir fahren sollen, parkieren wir unser Mietauto und machen uns zu Fuss auf den Weg. Das stellt sich als gute Entscheidung heraus, wie sich schon bald zeigt.

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Zum Glueck ist es mitten in der Woche, so dass gerade keine ATVs und Motorraeder unterwegs sind. Nur heiss ist es hier! Und was wir natuerlich nicht bedacht hatten, ist, dass auf dem nur etwa 2km langen Weg zum Cache auch mehrere hundert Hoehenmeter zu bewaeltigen sind. Aber was muss, das muss! Also geht es zuerst etwas bergauf, und die Aussicht ist herrlich. Wir spoetteln noch, dass der Cache sicher unten im Tal ist... Tja, das stellt sich dann leider als korrekt heraus. Wenigstens kommen wir so zu unserem Sportprogramm.

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Ganz unten im Tal, direkt neben dem Baechlein, finden wir - eine riesige Schlange. Die ist nicht sehr erfreut ueber unseren Besuch und zischt uns boese an. Doch dann macht sie sich schneller aus dem Staub, als ich sie haette fotografieren koennen. Zum Glueck finden wir kurz darauf auch den Cache, und dann gehts wieder viele Hoehenmeter hoch zurueck zum Auto.

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Wie immer auf Fotos kommt die Steigung nicht wirklich zur Geltung. Es geht wirklich steil bergauf!

Cachen in Oregon

Am naechsten Tag geht es weiter Richtung Norden, ueber die Grenze nach Oregon. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmem Wetter macht Cachen und Roadtrippen einfach Spass!

Einer der naechsten Caches auf der Liste der alten die wir finden "muessen" heisst "Littlerock". Das Navi fuehrt uns in einen Park, auf einen Feldweg, und irgendwo mittendrin haelt es ploetzlich an und sagt, das Ziel sei 500 Meter von hier. Aha. Wir suchen also eine mehr oder weniger brauchbare Parkiermoeglichkeit auf dem Feldweg und hoffen, dass nicht ploetzlich ein riesiger Traktor vorbei kommt. Dann machen wir uns auf den Weg. Natuerlich geht es nicht ebenaus, sondern schnurgerade den Huegel hinauf. Wir kaempfen uns also durch den Wald hoch, und als wir oben ankommen, wissen wir, woher der Name des Caches kommt!

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So klein ist der Littlerock aber nicht! Wir kaempfen uns hoch, und werden mit toller Aussicht auf die andere Seite belohnt.

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Mathias demonstriert noch, wie klein Littlerock ist.

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Oregon ist super. Extrem abwechslungsreiche Landschaft, wunderschoen zum durchfahren, noch viel schoener zum anhalten und auch wirklich wandern! Obwohl es nicht ganz einfach ist, zu all diesen alten Caches raus zu fahren und wandern, bringt es uns doch an Orte, an welche wir sonst wahrscheinlich nicht gegangen waeren.

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Es ist zwar bereits Ende Mai, aber in erhoehten Gegenden liegt im Wald teilweise immer noch Schnee. Nach dem Ausflug in die Wueste vor zwei Tagen ist das definitiv eine spannende Abwechslung!

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Einmal mehr ist der Cache logischerweise auf dem Gipfel versteckt. Aber das ist super, denn die Aussicht auf den Mount Hood ist fantastisch! Und wer laesst sich schon von ein paar Baerenfussstapfen im Schnee beeindrucken...

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Oregon zeigt sich weiterhin abwechslungsreich, denn kaum sind wir wieder tausend Hoehenmeter weiter unten, ist es wieder heiss!

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Wir fahren weiter gen Norden, bis wir in Oregons Hauptstadt Portland ankommen. Hier ist ein wenig Sightseeing angesagt, denn Portland ist ziemlich speziell. Eines der Todos welche man hier erleben muss, sind die Voodoo Donuts. Die sind so beruehmt, dass man eine ganze Stunde in gluehender Hitze anstehen muss. Ob es das wert ist? Keine Ahnung. Aber es ist halt eines der Dinge, die man mal gemacht haben muss!

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Der Donut in der Mitte ist uebrigens einer der Signature Donuts, eine Voodoo-Puppe. Man sieht es nicht so gut, aber darin steckt eine Salzstange, mit welcher man dann den Voodoo-Zauber ausfuehren kann...

Cachen in Washington

Immer weiter geht es Richtung Norden, ueber die Grenze nach Washington. Auch Washington hat sehr interessante Landschaften zu bieten!

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Im verwunschenen Wald ueberrascht mich mein Maerchenprinz mit einem Bussi...

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Und dann geht die Suche nach Caches weiter!

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Ab und zu findet man auch andere schoene Dinge, wie zum Beispiel violette Blumen.

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Oder improvisierte Bruecken.

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Manchmal findet man aber auch Dinge nicht, wie zum Beispiel einen Pfad. Aber wo ein Cache ist, ist ein Weg, und wenn man ihn selber bahnen muss!

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Wir singen ein bisschen, damit wir den Baeren nicht ueberraschen. Und nach einer Weile finden wir Pfadfinder zurueck zum Auto. Offenbar war es aber doch ein wenig anstrengend!

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Und weiter geht die Fahrt, immer weiter Richtung Norden, bis unser Abenteuer in Seattle weiter geht.

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